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Kaliumpermanganat

Synthese von Kaliumpermanganat

Technische Synthese

Die technische Darstellung von Kaliumpermanganat basiert auf der Oxidation von Braunstein mit Luftsauerstoff in Anwesenheit von Kaliumhydroxid. Dabei wird zunächst als Zwischenprodukt grünes Kaliummanganat gebildet. Durch anschließende anodische Oxidation von Mangan(VI) zu Mangan(VII) entsteht Kaliumpermanganat.

2MnO2+ 4KOH+ O2 2K2MnO4+ 2H2O MnO42 MnO4+ e

Darstellung im Labor

In Analogie zur technischen Variante wird Braunstein als Ausgangssubstanz eingesetzt. Dieser wird zusammen mit Kaliumhydroxid und Kaliumchlorat (Oxidationsmittel) durch längeres Erhitzen in Kaliummanganat überführt.

3MnO2+ 6KOH+ KClO3 3K2MnO4+ KCl+ 3H2O

Säuert man das gebildete Manganat an, erhält man durch eine Disproportionierungsreaktion Permanganat und Braunstein.

3MnO42+ 4H+ 2MnO4+ MnO2+ 2H2O

Oxidationsschmelze

Mangan kann qualitativ über Manganatbildung durch Oxidationsschmelze mit einer Mischung aus gleichen Teilen Soda oder Pottasche und Kaliumnitrat nachgewiesen werden.

Mn2++ 2NO3+ 2CO32 MnO42+ 2NO2+ 2CO2

Das Manganat färbt die entstehende Schmelze grün und disproportioniert beim Ansäuern in Braunstein und Permanganat.

3MnO42+ 4H+ 2MnO4+ MnO2+ 2H2O

Darstellung durch Oxidation von Mangan(II)

Die Oxidation von Mangan(II)-Salzen zu Permanganat in saurer Lösung wird häufig zum qualitativ-analytischen Nachweis von Mangan genutzt. Das gebildete Permanganatanion ist dabei an seiner typischen violetten Farbe erkennbar. Als Oxidationsmittel können Kaliumperiodat, Ammoniumperoxodisulfat in Anwesenheit von Silbernitrat als Katalysator sowie Bleidioxid in Gegenwart von Salpetersäure verwendet werden.

2Mn2++ 5PbO2+ 4H3O+ 2MnO4+ 5Pb2++ 6H2O
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