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Kaliumhexacyanoferrat(III)

Reaktivität von Kaliumhexacyanoferrat(III)

Protolyse

Bei der Umsetzung mit verdünnter Salzsäure bildet sich die feste, unbeständige Hexacyanoeisen(III)säure.

K3[Fe(CN)6]+ 3H+ H3[Fe(CN)6]+ 3K+

Reaktion mit Fe(II)-alzlösungen

Bei der Reaktion mit Eisen(II)-Salzlösungen bildet sich in Abhängigkeit von der Fe2+-Konzentration entweder lösliches Berliner Blau (K[FeIIIFeII(CN)6]·aq) oder unlösliches Berliner Blau (Fe4III[FeII(CN)6]3·aq).

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Abb.1
FeII /FeIII /CN- -Struktur

Die Abbildung zeigt eine idealisierte Darstellung des FeII/FeIII/CN--Teils der Struktur von K[FeIIIFeII(CN6)]·aq und Fe4III[FeII(CN6)]3·aq. Kaliumkationen und Kristallwasser finden sich in den Hohlräumen und sind hier nicht abgebildet. Im Berliner Blau sind einige der CN- - Positionen mit Kristallwassermolekülen besetzt.

Komplexstabilität

Der Komplex [Fe(CN)6]3- ist weniger stabil als der vom Fe2+ und zersetzt sich daher beim Lösen des roten Blutlaugensalzes in Wasser.

[Fe(CN)6]3 [Fe(CN)5H2O]2+ CN

Infolge der Abgabe von CN- bzw. HCN in saurer Lösung ist das rote Blutlaugensalz giftig!

Oxidationsreaktion

K3[Fe(CN)6] kann als Oxidationsmittel benutzt werden. So wird zum Beispiel Wasserstoffperoxid von Kaliumhexacyanoferrat(III) oxidiert.

2[Fe(CN)6]3+ H2O2+ 2OH 2[Fe(CN)6]4+ 2H2O+ O2
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