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Kaliumcyanid

Kontext und Literatur zu Kaliumcyanid

  • Cyanide sind die Salze des Cyanwasserstoffs (HCN). HCN ist eine farblose, sehr giftige, leicht flüchtige Flüssigkeit (Siedepunkt 25,6 °C) mit einer sehr hohen relativen Dielektrizitätskonstante (ε = 123). Wässrige Lösungen von HCN heißen Blausäure.
  • Bei den Cyaniden unterscheidet man zwischen Metallsalzen und kovalent gebauten Cyanverbindungen. Die ionischen Alkalimetallcyanide (Jahresproduktion ca. 113 kt) bilden Ionengitter. Sie sind leicht wasserlöslich. In Analogie zu den Halogeniden ist AgCN in Wasser nur wenig löslich, löst sich aber mit überschüssigem CN- unter Komplexbildung. Nichtmetallcyanverbindungen (z.B. Triscyanophosphan P(CN)3) sind kovalent aufgebaut.
  • Cyanide sind in einigen Eigenschaften den Halogeniden analog. Das betrifft z. B. die Löslichkeit von Salzen und die Fähigkeit, oxidiert zu werden (siehe Reaktionsgleichungen). Dementsprechend wird CN- als Pseudohalogenid und Dicyan (CN)2 als Pseudohalogen bezeichnet. Andere Pseudohalogenide sind Cyanat NCO- und Thiocyanat NCS- .
2Cl Cl2+ 2e 2CN NC-CN+ 2e
  • Die Entgiftung der cyanidhaltigen Abwässer der Verarbeitungsbetriebe erfolgt durch Oxidation mit Hypochlorit, Wasserstoffperoxid oder Peroxiden, wobei die Cyanide in Cyanate überführt werden.
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