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Kaliumcyanid

Kaliumcyanid

Verbindung

  • Kaliumcyanid
  • engl.: potassium cyanide
  • KCN
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Kaliumcyanid kristallisiert im kubischen NaCl-Gitter. Die CN Anionen besetzen die Cl-Positionen so, dass entweder N oder C mit gleicher Wahrscheinlichkeit entlang der Elementarzellachsen gerichtet sind. Jede resultierende oktaederförmige Anionenlage ist also nur zu 33,3 % besetzt.

  • Kaliumcyanid (Cyankali) ist eine farblose, kristalline, hygroskopische Substanz. Charakteristisch ist der Geruch nach bitteren Mandeln.
  • Kaliumcyanid ist stark giftig, es setzt bereits an feuchter Luft Cyanwasserstoff HCN (Blausäure) frei.
  • In Wasser löst es sich äußerst leicht mit alkalischer Reaktion, in Alkohol hingegen wesentlich schwerer.
  • In Alkalicyaniden rotiert das CN- -Ion schon bei Raumtemperatur, so dass es wie ein kugelförmiges Teilchen wirkt (effektiver Radius CN- 192 pm). Kaliumcyanid kristallisiert daher wie NaCl (Ionenradius Cl- 181 pm) in einem kubisch-flächenzentrierten Gitter.
  • Das Cyanidion ist isoelektronisch mit N2 , CO und NO+ . Es gehört zu den Pseudohalogeniden.
  • Kaliumcyanid wird in der Cyanidlaugerei zur Gewinnung von Edelmetallen verwendet.
  • Die komplexierende Wirkung des Cyanid-Ions wird in der analytischen Chemie zur Maskierung störender Metallionen ausgenutzt.
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