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Iod

Synthese von Iod

Historische Darstellung

Beim Behandeln der Asche von Meeresalgen mit Schwefelsäure wurden 1811 durch Bernard Courtois erstmals die darin enthaltenen Iodide zu Iod oxidiert, das an der violetten Farbe seines Dampfes zu erkennen war.

Technische Synthesen

Die Hauptmenge des Iods (ca. 50 %) wird aus den iodathaltigen Lösungen, die bei der Kristallisation von Chilesalpeter (NaNO3) zurückbleiben, gewonnen. Zunächst wird ein Teil der Iodsäure mit Schwefeldioxid reduziert. Der dabei entstehende Iodwasserstoff wird durch noch vorhandene Iodsäure oxidiert.

HIO3+ 3SO2+ 3H2O HI+ 3H2SO4 HIO3+ 5HI 3I2+ 3H2O 2HIO3+ 5SO2+ 4H2O 5H2SO4+ I2

Größere Mengen Iod werden auch durch Oxidation von Iodid-Lösungen, die bei der Erdöl- und Erdgasförderung anfallen, dargestellt. Die Oxidation erfolgt mit Mangandioxid (Braunstein, MnO2) in saurer Lösung.

2I+ 4H3O++ MnO2 Mn2++ 6H2O+ I2

Darstellung im Labor

Iod wird ähnlich wie Chlor und Brom aus den Halogeniden durch Oxidation mit Mangandioxid oder durch Verdrängungsreaktion mit Chlor oder Brom dargestellt.

2I+ Cl2 2Cl+ I2

Die Reinigung erfolgt in allen Fällen durch Sublimation.

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