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Iod

Iod

Element

  • Iod
  • engl.: iodine
  • I2
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  • Iod ist eine grauschwarze, metallisch glänzende, sublimierbare kristalline Substanz mit Halbleitereigenschaften. Es ist bereits bei Raumtemperatur merklich flüchtig.
  • Iod bildet ein Schichtgitter mit ausgeprägter Spaltbarkeit der Kristalle parallel zu den Schichten (Schichtabstand 441 pm). Zwischen den Schichten sind Van-der-Waals-Kräfte wirksam. Der intramolekulare I-I-Abstand beträgt 271 pm, der intermolekulare Abstand benachbarter I2 -Moleküle 349 pm. Er ist damit wesentlich kleiner als der doppelte Van-der-Waals-Radius von 430 pm. Das lässt auf starke elektronische Wechselwirkungen zwischen den Iod-Molekülen schließen, welche die Halbleitereigenschaften und den metallischen Glanz bedingen.
  • Die giftigen, blauvioletten, stechend riechenden Dämpfe bestehen aus molekularem Iod.
  • Iod gehört zu den seltenen Elementen und ist mit nur 7·10-6 % am Aufbau der Erdrinde beteiligt. In der Natur kommt es ausschließlich in gebundener Form vor. Das natürlich vorkommende Iod ist zu 100 % das Isotop I127 (Reinelement), jedoch sind bisher 30 weitere Isotope (I110-I140) künstlich erzeugt worden.
  • Iod ist in Wasser kaum löslich. Die braune Lösung wird als Iodwasser bezeichnet. Leichtlöslich ist es in Kaliumiodid-Lösungen unter Bildung von KI3 .
  • Die Jahresweltproduktion beträgt ca. 12000 t. Iod dient als Ausgangsstoff zur Darstellung anorganischer und organischer Iodverbindungen. In der analytischen Chemie wird Iod in der Iodometrie verwendet. In der Medizin dient Iodtinktur als Antiseptikum und Antimykotikum.
  • Viele Heilmittel gegen Schilddrüsenerkrankungen enthalten Iod, das Bestandteil der Schilddrüsenhormone ist. Um Mangelerscheinungen (Kropfbildung) zu vermeiden, wird Iod dem Speisesalz (iodiertes Salz) in Form von 0,01 % Kaliumiodid beigemengt. Der tägliche Iodbedarf des Menschen beträgt 150-200 μg.
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