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Calciumcarbonat

Calciumcarbonat

Verbindung

  • Calciumcarbonat Calcit, Aragonit
  • engl.: calcium carbonate calcite, aragonite
  • CaCO3
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Trigonale Elementarzelle von Calcit
Orthorhombische Elementarzelle von Aragonit
  • Calciumcarbonat kommt in drei kristallinen Modifikationen vor: die beständigste Form ist der trigonal-rhombische Calcit (Kalkspat, Doppelspat); weitere Formen sind der orthorhombische Aragonit und der hexagonale Vaterit.
Abb.1
Doppelbrechung im Calcitkristall: Die durchgezogene Linie erscheint doppelt

Doppelspatkristalle brechen durchtretendes Licht abhängig von seiner Polarität unterschiedlich stark (Doppelbrechung). Dies ist abhängig von der Kristallsymmetrie und wird auch bei anderen Verbindungen beobachtet. Im Doppelspat ist diese Eigenschaft so stark ausgeprägt, dass man es leicht mit bloßem Auge erkennen kann.

In der Natur findet man Calciumcarbonat gewöhnlich in Form von Calcitkristallen, so zum Beispiel in Marmor, Kalkstein, Kreide und Muschelkalk.

  • Marmor ist reiner, grobkristalliner Calcit, die Bezeichnung der anderen Vorkommen richtet sich nach dem Tongehalt. So ist Kalkstein das reinste CaCO3 , danach folgen Kalkmergel (75-90 % CaCO3), Mergel (40-75 % CaCO3) und Tonmergel (10-40 % CaCO3).
  • Kreide ist eine weiche, in der Kreidezeit aus Schalen von Einzellern gebildete weiße Form des Calciumcarbonats. Muschelkalk besteht vorwiegend aus Schalenresten urweltlicher Schnecken und Muscheln.
  • Kalkstein, CaCO3, (Weltjahresproduktion über 10 9 Tonnen) wird als geschnittener oder behauener Werkstoff in der Bauindustrie, als Schotter im Straßen- und Gleisbau, als gebrannter Kalk für Mörtel und Zement sowie als Zuschlag bei der Roheisenerzeugung verwendet. Große Mengen von CaCO3 werden für die Soda-Herstellung, für Düngemittel oder auch zur Rauchgasentschwefelung benötigt.
  • Perlen bestehen aus orthorhombischem Aragonit.
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