zum Directory-modus

Viren

Vektoren auf SV40-Basis

SV40 wird als Substitutionsvektor benutzt. Im Genom werden entweder die frühen oder (bevorzugt) die späten Bereiche durch Fremd-DNA ersetzt, so dass rekombinante Moleküle entstehen, denen essenzielle Gene fehlen. Um einen solchen Vektor erfolgreich zu vermehren, wird eine Mischinfektion mit dem Virus und einem Helfervirus durchgeführt, der eine temperatursensitive Genmutation trägt und sich bei bestimmten Temperaturen allein nicht vermehren kann. Durch Komplementation (die beiden Virus-Genome ergänzen sich in der Zelle) wird die Virusvermehrung auch bei normalerweise ungünstigen Temperaturen ermöglicht.

Da der gesamte Klonierungsvorgang durch die zahlreichen in vitro-Manipulationen sehr kompliziert, langwierig und teuer geworden ist, werden die meisten Klonierungsschnitte in E.coli-Bakterienzellen durchgeführt. Der fertige SV40-Vektor mit dem inserierten Fremdgen wird dann aus dem E.coli-Plasmid ausgeschnitten und auf animalische Zellen übertragen. Mit dieser Methode gelang es, eine Reihe eukaryontischer Gene zu klonieren.

Seite 27 von 37