Die DNA des λ-Phagen codiert für Gene des lytischen und des lysogenen Vermehrungszyklus. Für gentechnische Anwendungen sind alle Gene, die mit dem lysogenen Zyklus assoziiert sind, überflüssig. Diese DNA-Bereiche können entfernt und durch Fremd-DNA ersetzt werden. Die so entstandene rekombinante λ-DNA lässt sich in vitro in leere Phagenköpfe verpacken und zur Infektion von Bakterienzellen eingesetzen. Im Bakterium wird die Phagen-DNA vermehrt und bildet jeweils einen Klon, der ein charakteristisches Fremd-DNA-Fragment repräsentiert.
Vorteile der Vektoren auf λ-Basis im Gegensatz zu Plasmidvektoren:
größere DNA-Stücke (bis 28 kb) können integriert werden.
die Klonierungseffizienz (das so genannte in vitro packaging) ist bei Lambda höher (1010 Moleküle pro µg λ-DNA).
λ-Phagen-Bibliotheken können jahrelang unter Zusatz von Chloroform bei 4