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Viren

Aufbau des Influenzavirus

Das Influenzavirus ist rundlich bis länglich und hat einen Durchmesser von ca. 100 nm. Der gesamten Hülle liegt eine Lipiddoppelschicht auf, aus der zwei morphologisch unterscheidbare Glycoproteine wie Stacheln herausragen: das Hämagglutinin und die Neuraminidase. Beide Proteine sind am Adsorptionsvorgang des Virus an der Zelle beteiligt und spielen eine wichtige Rolle für die immunologische Abwehr im Körper. Direkt unter der Lipidmembran liegt eine Proteinschicht, die aus dem Matrixprotein M1 (Hauptbestandteil des Virus) gebildet wird. Im Innern befindet sich das einzelsträngig, segmentierte RNA-Genom.

Influenza A-Viren können außer Menschen auch Schweine, Vögel und Pferde infizieren und werden auf der Basis der Oberflächenantigene Hämagglutinin (HA oder H) und Neuraminidase (NA oder N) klassifiziert. Bisher wurden 14 verschiedene Hämagglutinine und 9 verschiedene Neuraminidasen beschrieben. Bei humanen Influenzaviren kommen die Hämagglutinine H1, H2 und H3 sowie die Neuraminidasen N1 und N2 vor.

Tab.1
Oberflächenantigene bei unterschiedlichen Spezies
MenschSchweinPferdVogel
Hämagglutinin H1, H2, H3H1, H3H3, H7H1-H14
Neuraminidase N1, N2N1, N2N7, N8N1-N9
Abb.1
Schematischer Aufbau eines Influenza-Virus

HA-Trimer (grün), NA-Tetramer (hellgelb)

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