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Viren

Vektoren auf Baculovirus-Basis

In menschlichen Zellen ist die DNA von Baculoviren (Insektenviren) schon nach wenigen Zellgenerationen nicht mehr nachweisbar. Aufgrund des eng eingegrenzten Wirtsbereich der Baculoviren, die bevorzugt Mottenlarven befallen, stellen diese Viren für den Menschen keine potenzielle Infektionsquelle dar.

Die gentechnische Bedeutung der Baculoviren liegt in deren Fähigkeit, während der Infektion das Strukturprotein Polyhedrin in sehr großen Mengen zu produzieren. Ersetzt man das virale Gen gegen ein fremdes Gen, wird nun das Fremdprotein anstelle des viralen Proteins in großen Mengen produziert. Alle für die Aktivität der Proteine notwendigen posttranslationalen Modifikationen wie z.B. Glycosylierungen erfolgen im Baculovirus-System. Damit sind Baculovirus-Expressionssysteme nützliche eukaryontische Vektoren, um korrekt posttranslational modifizierte Proteine in großen Mengen zu gewinnen.

Abb.1
Schema der Klonierung von eukaryontischen Antikörper-Genen

In einen E.coli-Vektor werden zwei Fremdgene kloniert, eines für die leichte und eines für die schwere Kette des Antikörpers. Die beiden Gene sind von Baculovirus-DNA flankiert. Die Pfeile zeigen die Transkriptionsrichtung der codierenden Bereiche an, Pp = Promotor und Pt = Terminationssequenzen des Polyhedrin-Gens.

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