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Transkription bei Prokaryonten

Die Rho-unabhängige Termination der Transkription

Im Gegensatz zur Rho-abhängigen Termination bestimmt bei der Rho-unabhängigen Termination das RNA-Produkt selbst den Transkriptionsabbruch, allerdings muss die RNA während der Synthese eine bestimmte Sekundärstruktur annehmen. Bei der Rho-unabhängigen Termination bildet das RNA-Produkt am 3’-Ende eine Haarnadelschleife aus. In dieser Struktur liegt die RNA doppelsträngig vor, indem sich der entstehende RNA-Strang zurückfaltet und mit sich selbst paart.

Zudem befindet sich am äußersten 3’-Ende eine Region, die aus einer Aneinanderreihung von etwa sechs Uridin-Resten besteht. Die Haarnadelschleife bewirkt, dass die RNA-Polymerase für einen Zeitraum von etwa 60 Sekunden zum Stillstand kommt. Während dieser Zeit löst sich die RNA-Polymerase von der DNA und gibt damit das Transkriptionsprodukt frei. Damit dies möglich ist, müssen die Wasserstoff-Brückenbindungen zwischen DNA und RNA gespalten werden. Hier wird die Bedeutung der Urdin-Rest am Ende der Haarnadelstruktur ersichtlich: Die Wasserstoff-Brückenbindungen zwischen Uridin auf der mRNA und Adenin auf der DNA sind schwächer als die zwischen anderen Basenpaaren, so dass zur Spaltung und damit zur Ablösung des RNA-Produkts ein Minimum an Energie benötigt wird.

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Abb.1
Rho-unabhängige Termination

Bei der Rho-unabhängigen Termination bewirkt die Ausbildung einer Haarnadelschleife in der mRNA den Transkriptionsabbruch.

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