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Transkription bei Prokaryonten

Bindung

Untersucht man die Affinität der RNA-Polymerase zur DNA, so fällt auf, dass das Core-Enzym prinzipiell an jede Stelle innerhalb der DNA binden kann. Die Transkription kann allerdings nur durch das Holoenzym eingeleitet werden. Dieses bindet bevorzugt an bestimmte Nucleotidsequenzen, die man als Promotoren bezeichnet. Die Stärke von Promotoren bemisst sich nach der Effektivität, mit der sie die RNA-Polymerase binden. Ein starker Promotor ist häufig von einem RNA-Polymerase-Komplex besetzt und hält diesen lange gebunden. Ein schwacher Promotor hingegen wird von der RNA-Polymerase nur selten und dann für kürzere Zeit frequentiert. Erstaunlicherweise ist die Basenabfolge, die die Promotorbereiche aufweisen, bei allen Prokaryonten recht ähnlich.

Die RNA-Polymerase bindet auf einer Länge von ca. 12 Basenpaaren an Promotorsequenzen, in denen der DNA-Doppelstrang bereits entspiralisiert vorliegt. Man bezeichnet diese Anordnung als offenen Komplex. Erst durch die Entspiralisierung wird der zu transkribierende Strang der DNA für eine Paarung mit Ribonucleotiden zugänglich.

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Abb.1
Bindung der RNA-Polymerase an einen entspiralisierten DNA-Strang
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