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Transkription bei Prokaryonten

Antitermination

Von Antitermination spricht man, wenn die RNA-Polymerase eine Terminationssequenz übergehen und mit der Transkription fortfahren kann. Diese Möglichkeit der Genregulation spielt insbesondere bei Phagen und bakteriellen Operons eine bedeutende Rolle.

Entdeckt wurde die Antitermination bei dem Phagen Lambda. Dort ermöglicht sie die zeitlich versetzte Aktivierung verschiedener Genomabschnitte nach folgendem Prinzip: Zunächst werden nur die so genannten frühen Phagengene transkribiert, die mit einem Terminator die Transkription beenden. Unter diesen frühen Genen befindet sich auch ein Gen für ein Antiterminationsprotein, das an die Transkriptionsblase bindet und der RNA-Polymerase das Überlesen des Terminators ermöglicht. Die RNA-Polymerase transkribiert dann die nachfolgenden späten Gene.

Der Kontakt zwischen Antiterminationsprotein und RNA-Polymerase kann auf unterschiedliche Weise zu Stande kommen. Im Falle des Phagen Lambda kennt man zwei Antiterminatoren: das N-Protein und das Q-Protein. Das N-Protein bindet in einer Falte der mRNA, die sich während der Synthese an spezifischen Stellen bildet. Demgegenüber bindet das Q-Protein zunächst an die DNA. Es verharrt dort solange, bis die RNA-Polymerase diesen Strangabschnitt passiert und es zu einem Kontakt zwischen Protein und Polymerase kommt.

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