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Transkription bei Eukaryonten

SNURPs - small nuclear ribonucleoprotein particles

In eukaryontischen Zellen werden die mRNAs als Prä-mRNAs synthetisiert, die noch modifiziert werden müssen, bevor ein Export aus dem Zellkern erfolgen kann. Zu diesen Modifikationen zählt neben dem Anhängen einer Kappenstruktur (5'-Cap) und eines Poly(A)-Schwanzes an das 3'-Ende der mRNA auch das Herausschneiden der Introns - das Spleißen, das vom so genannten Spleißosom katalysiert wird. Am Spleißosom ist ein großer Komplex aus etlichen kleine RNA-Moleküle beteiligt, den snRNAs (small nuclear RNA) mit etwa 100 bis 300 Basenpaare Länge. Diese RNA-Spezies kommt nur im Zellkern vor und bildet zusammen mit Proteinen die snRNPs (small nuclear ribonucleoprotein particles), die auch Snurps genannt werden.

Aufbau der Snurps

Das eigentliche Spleißosom, das aus fünf Snurps besteht, wird erst an der Prä-mRNA assembliert: U1-snRNP ist das erste von mehreren Ribonucleoproteinen, die die Prä-mRNA binden, dann bindet nach und nach ein Snurp nach dem anderen (U2, U4, U5, and U6) an die unreife mRNA, wobei jeder dieser Ribonucleinsäure-Protein-Komplexe eine bestimmte Augabe hat, so z.B. Erkennung der Enden des Introns oder Annäherung der beiden Enden (U1-snRNP erkennt das 5'-Ende der Spleiß-Stelle).

Mouse
Abb.1
Humanes Spleißosom-Protein U5 (15.000 Da)

PDB-Code: 1QGV

Die snRNPs spielen eine noch nicht vollständig verstandene Rolle bei bestimmten Autoimmunerkrankungen. So sind Autoantikörper bei Patienten mit systemischen Lupus erythromatosus und beim Bindegewebserkrankungssyndrom (mixed connective tissue disease oder MCTD) nachgewiesen worden.

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