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Transkription bei Eukaryonten

Introns

Introns sind Bereiche nicht-codierender DNA, die zwar in mRNA übersetzt werden, aber während der Reifung der mRNA durch das Spleißen wieder entfernt werden. Obwohl die genaue Funktion dieser Introns nicht bekannt sind, sind diese Elemente keineswegs als nutzlose DNA anzusehen, wie es der Begriff nonsense-DNA impliziert. Introns werden immer in einer Art und Weise herausgeschnitten, dass die Reihenfolge der Genabschnitte in der mRNA nicht verändert wird.

Abb.1

Vorkommen und Aufbau

Alle eukaryontischen Gene enthalten Introns, die Protein-codierenden Gene, die Gene für tRNA oder rRNA und die Gene der Chloroplasten und Mitochondrien, während die Eubakterien keine Introns haben. Evolutionsbiologisch lässt sich zeigen, dass Introns verwandter Arten zumindest teilweise übereinstimmen und an den gleichen Stellen im Gen lokalisiert sind. Besonders die Übergänge zwischen Intron und Exon sind hochkonserviert.

Die Größe eines Introns kann beträchlich variieren, während im Dihydrofolat-Reduktase-Gen der Säuger mit 31.000 Basenpaaren die sechs Exons nur insgesamt 2.000 Basenpaaren ausmachen, hat das Gen für α-Collagen (40.000 Basenpaare) immerhin 50 Exons mit jeweils bis zu 250 Basenpaaren.

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