Der Thermocycler

Um die unterschiedlichen Zyklen der PCR ablaufen zu lassen, verwendet man heute automatisierte Thermocycler. Ein Thermocycler ist normalerweise ein programmierbarer Heiz-Kühlblock. Der Heizblock beruht auf dem Prinzip des sog. Peltier- Elements und kann ohne Schwierigkeit den geforderten Temperaturbereich zwischen 4 °C und 96 °C sehr schnell erreichen. Der Temperaturausgleich erfolgt nur im unteren Teil des Reaktionsgefäßes. Man muss also verhindern, dass sich Kondensat am Deckel niederschlägt. Nachdem man zunächst die Proben mit Silikonöl überschichtet hat, benutzt man heute zumeist Geräte mit sog. Deckelheizung. Der Nachteil des Peltier-Elements ist die vergleichsweise schlechte Wärmeübertragung zwischen Metall und Plastikreaktionsgefäß.

Nachdem man eine Zeit lang mit Wasserbädern experimentiert hat, benutzten die Cycler der modernen Bauart Luft als Wärmeübertragungsmittel. Die so genannten Light-Cycler benutzen außerdem Glaskapillaren, so dass man während der Reaktion die Produktbildung spektroskopisch verfolgen kann. So gelingt eine dramatische Verkürzung der Analysezeiten. Offenbar setzen sich diese Geräte in der medizinischen Diagnostik durch.

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