Die Aufreinigung der Template-DNA ist häufig unvollständig. Gerade wenn man zu
diagnostischen Zwecken Gewebeproben benutzt, kann man keine aufwendige Reinigung durchführen, ohne den
Totalverlust des Materials zu riskieren. Biochemische Verunreinigungen, z.B. andere
Makromoleküle, stören die Reaktion i.d.R. nicht, während kleinere Moleküle empfindliche Störungen verursachen können.
Beispielsweise sind viele aus menschlichem Blut gewonnene DNA-Proben mit Hämoglobin verunreinigt, das bereits
in einer Konzentration von 1
| Stoff | Menge | ||
| SDS | >0,005% [w/v] | ||
| Phenol | >0,2% [w/v] | ||
| Ethanol | >1% [w/v] | ||
| Natriumacetat | >5mM | ||
| Hämoglobin | >1 mg/ml | ||
| Tab.1Konzentration von inhibitorisch wirkenden Verunreinigungen | |||
Heute verwendet man in der Praxis Einmal-Chromatographie-Material (Qiagen©säulchen und Ähnliches), das quasi ausschließlich die DNA bindet. Durch einfache Waschschritte erhält man im Idealfall hochreine DNA.