Die Frage nach der Entstehung des Lebens hat die Wissenschaft schon lange fasziniert. Das Ziel der Evolutionsforscher besteht darin, die Entstehung des Lebens im Reagenzglas nachzuvollziehen. Trotz hoffnungsvoller Ansätze gerade bei der Synthese der einzelnen Bausteine und sogar bei deren Polymerisation fehlt immer noch der entscheidende Schritt. Man weiß nicht, wie die Natur die einmal durch Zufall entstandene (Informations)-Kapazität erhalten und steigern konnte. Der Göttinger Nobelpreisträger Manfred Eigen widmet sich diesem Problem seit vielen Jahren. Basierend auf der Idee, dass die PCR in der Lage ist, die bis dato genutzte Qß-Replikase abzulösen und eine schnelle, funktional steuerbare Evolution zu ermöglichen, wurden regelrechte Evolutionsmaschinen konstruiert. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die Auswahlbedingungen systematisch zu verändern.
Die wissenschaftlichen Ergebnisse genau dieses Ansatzes sind durchaus beachtlich. Noch viel beachtenswerter ist aber die Tatsache, dass aus diesen Evolutionsmaschinen eine Methode entwickelt wurde, die heute in der Pharmaindustrie von großer Bedeutung ist.