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Vorbereitung zum gentechnischen Praktikum

Die Kühlzentrifuge

Abb.1
Kühlzentrifuge

Wärmeempfindliche Proben und Präparationen, die leicht enzymatisch abgebaut werden, werden grundsätzlich in der Kühlzentrifuge sedimentiert. Bei Temperaturen um 0 °C laufen alle Zersetzungsprozesse langsamer ab und die Proben bleiben stabil. Die Röhrchen müssen dabei exakt tariert sein und werden symmetrisch eingesetzt. Nach der Zentrifugation hat sich, je nach verwendetem Rotortyp, am Boden oder am Außenrand des Röhrchens ein Pellet abgesetzt

Die Rotortypen

Abb.2
Festwinkelrotor
© Wiley-VCH

In den meisten Fällen werden so genannte Festwinkelrotoren verwendet, bei denen die Probenröhrchen in einem festen Winkel (ca. 30°) zur Rotorachse stehen. Das Sediment sammelt sich auf einer Seite des Röhrchens. Nachteil dieser Rotortypen ist, dass die Flüssigkeit besonders bei sehr vollen Röhrchen während der Zentrifugation gegen den Röhrchendeckel gedrückt wird und u.U. auslaufen kann. Festwinkelrotoren werden fast nur für die Pelletierung von Materialien (Zellen, Membranreste nach einer Zelllyse, Fällung von DNA, Proteinen o.ä.) eingesetzt.

Abb.3
Ausschwingrotor
© Wiley-VCH

Beim Ausschwingrotor werden die Röhrchen in eine Vorrichtung eingehängt, in der sie sich während der Zentrifugation der Schwerkraft nach ausrichten, d.h. das Schwerefeld liegt immer am Boden des Röhrchens. Bei dieser Zentrifugation kann keine Flüssigkeit auslaufen.

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