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Die Herstellung kompetenter Zellen

Von einer frischen Übernachtkultur werden zweimal 30 µl auf je 3 mL frisches LB-Medium überimpft und im Kulturröhrchen bei 37 °C geschüttelt, bis die optische Dichte einen Wert von 0,2 bis 0,3 erreicht hat. Die Kultur wird nun auf sechs vorbereitete, eisgekühlte Eppendorfhütchen umgefüllt und verbleibt für 10 min auf Eis. Anschließend werden die Bakterien für 4 min bei 5.000 rpm in der Tischzentrifuge pelletiert. Der Überstand wird verworfen. Das Pellet wird in 500 µl eiskaltem 0,1 M CaCl2 vorsichtig resuspendiert. Diese so durchmischte Kultur verbleibt nun für ca. 30 min im Eis. Danach wird erneut für 4 min bei 5.000 rpm in der Tischzentrifuge pelletiert. Das Pellet wird in 100 µL eiskaltem 0,1 M CaCl2 aufgenommen. Jetzt verbleibt die Suspension für mindestens 45 min auf Eis. Nach kurzer Durchmischung werden die Zellen gleichmäßig verteilt, um nun als kompetente Zellen Verwendung zu finden.

Hinweis
Kompetente Zellen in 0,1 M CaCl2 können in flüssigem Stickstoff oder einem Trockeneis/Ethanol-Gemisch eingeforen und über Wochen bei -70 °C gelagert werden. Mittlerweile bieten auch etliche Hersteller gentechnologischer Produkte kompetente Zellen gängiger Bakerienstämme an.