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Aminosäuren in Kometen und Meteoriten

Der NASA-Sonde "Stardust" gelang es im Januar 2004 die achirale Aminosäure Glycin aus dem Schweif des Kometen Wild 2 einzufangen. Der Nachweis, dass die Aminosäure tatsächlich "außerirdisch" war und keine nachträgliche irdische Verschmutzung der Probe, gelang über eine C13-Isotopenanalyse: Das Wild-2-Glycin hatte einen deutlich höheren C13-Anteil als irdische Vergleichsproben (NASA Mission News 2009).

Der im Sudan gefundene Meteorit des Asteroiden 2008 TC3 enthielt sogar 19 verschiedene Aminosäuren in Konzentrationen von 0,5 bis 149 ppb1). Im Gegensatz zu irdischen Aminosäuren, die fast ausschließlich als L-Enantiomer vorkommen, wies 2008 TC3 Racemate auf, also auch die auf der Erde nicht natürlichen D-Spiegelbilder. Die Forscher hatten überhaupt nicht mit der Entdeckung auch nur einer einzigen Aminosäure gerechnet, da der Meteorit längere Zeit einer Temperatur von mehr als 1.110 °C ausgesetzt war, eine Temperatur, die jedes organische Material zerstören müsste (NASA Mission News 20102)).