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Evolutive Methoden

Der Aufbau einer Phagenbibliothek

Zum Erhalt der Vielfalt für eine Peptidbibliothek kann mit Hilfe von Restriktionsenzymen am N-terminalen Ende des pIII-Proteins des Phagen auf DNA-Ebene geschnitten und ein Segment eingefügt werden (Ligation). Dieses Segment kann gezielt hergestellt werden oder die DNA eines bekannten Proteins sein. Das Einsetzen des variablen Teils erfolgt durch randomisierte, synthetisch produzierte Primer. Soll ein Protein in den Phagen auf DNA-Ebene integriert werden, randomisiert man meistens nur ein Segment.

Für den Erhalt von Mischungen gibt es noch eine weitere Methode, die oft bei Antikörper-Phagenbibliotheken verwendet wird. Dabei wird die mRNA der Antikörper eines Patienten aus seinen B-Lymphocyten gewonnen und durch die reverse Transkriptase in DNA übersetzt. Diese Mischung kann dann in Phagemids eingeschleust und in Phagen exprimiert werden. Derartige Methoden lassen sich in der Medizin für individuelle therapeutische Ansätze nutzen.

Definition
Phagemids sind Plasmide, die den Replikationsursprung und das Verpackungssignal des Phagen enthalten, sich aber sonst wie Plasmide verhalten.
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