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Evolutive Methoden

Mechansmismen der Evolution: Evolution durch Fehler im Erbmaterial

Auf welchen Mechansmismen basiert die Evolution? Wie kommt es, dass sich im Laufe der letzten zwei Milliarden Jahre so viele neue Arten gebildet haben und mindestens genauso viele wieder verschwunden sind ?

Bei der Replikation des Erbguts können immer wieder einzelne Nucleotide falsch eingebaut werden oder durch chemische Agentien verändert worden sein, das Ergebnis ist eine Punktmutation. Weiterhin können durch Mutationen bestimmte Bereiche des Erbguts entfernt (deletiert) oder neu hinzugefügt (inseriert) sein. Punktmutationen treten relativ häufig auf, sind zwar reversibel, können aber an der richtigen Stelle deutliche Änderungen in den Eigenschaften der Genprodukte bewirken. Deletionen sind in den meisten Fällen von Nachteil, während Insertionen ein besonders hohes Entwicklungspotial haben. Im Zusammenwirken mit den Punktmutationen hat hier die Zelle die Möglichkeit, neue Eigenschaften zu erwerben.

Wie in der Abbildung gezeigt verbleibt bei einer typischen Insertion, der Duplikation (Verdopplung) eines Genes, eine funktionstüchtige Kopie des Gens in der Zelle. Die Kopie kann nun beliebig lange in der Zelle durch Punktmutationen verändert werden, ohne dass die Zelle einen wesentlichen Nachteil erfährt. Sollte sich jedoch das entsprechende Gen als nützlich erweisen, dann hat diese Zelle einen wesentlichen Vorteil vor allen anderen in demselben Habitat.

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