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DNA-Schäden

Rekombinationsreparatur

Wenn die DNA in der Zelle vor der Replikation nicht repariert werden konnte, kommt es zur Rekombinationsreparatur. Betrachtet man den Fall des Thymidin-Dimers, so ergibt sich nach der Replikation folgendes Bild:

Ein Strang A wurde fehlerlos ergänzt, so dass eine intakte DNA-Doppelhelix vorliegt. Der andere Strang B, der das Thymidin-Dimer trägt, kann an dieser Stelle jedoch nicht abgelesen werden. Die Replikation bricht ab, wird jedoch an einer entfernteren Stelle wieder aufgenommen. Die Folge ist ein DNA-Strang, der um die Schadstelle herum einzelsträngig vorliegt. Die DNA-Polymerase kann diese Lücke nicht auffüllen, da keine korrekte Matrix vorhanden ist, von der abgelesen werden könnte. Somit ist auch keine Exzisionsreparatur möglich. Der intakte Strang A verfügt jedoch über die erforderliche Sequenz. Wird diese in den fehlerhaften Strang B eingesetzt, so ist gewährleistet, das eine Exzisionsreparatur des Thymidin-Dimers erfolgen kann.

Weiterhin kann die nun entstandene Lücke in Strang A durch DNA-Polymerase und DNA-Ligase aufgefüllt werden, da hier ja eine unbeschädigte Matrix zur Verfügung steht.

Abb.1
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