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DNA-Schäden

Polynucleotid-Kinasen

Definition
Polynucleotid-Kinasen katalysieren den Transfer einer γ-Phosphat-Gruppe von ATP auf die 5'-Hydroxy-Gruppe einer DNA oder RNA, wobei eine Phosphorsäuremonoester-Bindung geknüpft wird.
Abb.1
Nucleosid-Diphosphat-Kinase von Myxococcus xanthus

In der Gentechnik wird häufig die T4-Polynucleotid-Kinase (isoliert aus dem Bakteriophagen T4) eingesetzt. Dieses Enzym wird zur Phosphorylierung synthetischer oder anderer DNA- oder RNA-Fragmente mit fehlender 5'-Phosphat-Gruppen verwendet, um diese für eine Ligation einsetzen zu können. Daneben wird die T4-Polynucleotid-Kinase benutzt, um DNA- oder RNA-Fragmente z.B. für Hybridisierungsexperimente am 5'-Ende mit P32-Phosphat radioaktiv zu markieren. Wichtig ist bei diesen Enzymen, dass nach einer bestimmten Reaktionsdauer eine Inaktivierung, z.B. durch Hitzeeinwirkung, erfolgt, um die Phosphorylierung ausschließlich auf die Zielregion zu beschränken.

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