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DNA-Schäden

Grundsätzliches zur Reaktivität der DNA

Die DNA kann durchaus als reaktive chemische Substanz betrachtet werden, denn zahlreiche Umwelteinflüsse - seien es Strahlen oder chemische Substanzen - können die DNA verändern. Alle Betrachtungen dieser Reaktionen müssen die besonderen Reaktionsbedingungen innerhalb des Polymeres berücksichtigen. Diese Nachbarschaftseinflüsse werden häufig vernachlässigt, weil sie in den Darstellungen der Reaktionsgleichungen sehr viel Raum einnehmen. Auch die Nomenklatur ist deshalb häufig uneindeutig. Basenpaare bilden sich z.B. nur innerhalb der DNA bzw. RNA, werden aber meist so gezeichnet, als würden die einzelnen Purine und Pyrimidine miteinander Basenpaare bilden.

Einen besonders wichtigen Faktor stellen die Proteine dar, die die DNA umgeben. So ist beispielsweise bekannt, dass im Chromatin Bereiche ohne Histon-Kontakt sehr viel schneller reagieren als Bereiche, die von Histonen bedeckt sind. Während der Verdoppelungsphase ist die DNA gleichfalls um Größenordnungen reaktiver als eine DNA im Ruhezustand. Die Lerneinheit "DNA-Strukturen" ist daher eine wichtige Vorbereitung für dieses Kapitel.

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