Vorkommen, Bildung und Störung der Watson-Crick Basenpaarung
Wo kommen Watson-Crick-Basenpaare vor?
in einsträngiger RNA
Richtig, denn einsträngige RNA bildet eine maximal mögliche Zahl von Basenpaaren.
in einzelsträngiger RNA
Falsch. Dieser Begriff ist die Beschreibung für eine RNA ohne die Ausbildung von Basenpaaren. Sie kommt in der Zelle nur in Ausnahmen vor.
in Mischkristallen aus 1-Methylcytosin und 9-Methylguanin
Richtung. Diese Substanzen zeigen Eigenschaften ähnlich den zugehörigen Nucleosiden.
in Mischkristallen aus Thymin und Adenin
Falsch. Hier passiert nichts. Vermutlich bilden sich noch nicht einmal Mischkristalle.
in der tRNA
Richtig. Die tRNA ist ein Paradebeispiel für die Rolle verschiedenener Basenpaare innerhalb einer RNA.
in einsträngiger DNA
Richtig, denn einsträngige DNA bildet eine maximal mögliche Zahl von Basenpaaren.
in doppelsträngiger RNA
Richtig. Für die RNA gelten dieselben Regeln wie für DNA. Bekannte Beispiele sind die Viroide (siehe Pflanzenviren).
im Ribozym
Richtig. Das Ribozym besitzt Bereiche mit Basenpaaren und Bereiche, die miitels spezischer Paarung für die Katalyse verantwortlich sind.
Welcher Parameter zerstört die Watson-Crick-Basenpaarung nicht?
4 M NaAcetat
Falsch. Unter diesen Bedingungen entsteht die Z-DNA.
7 M Harnstoff
Falsch. Unter diesen Bedingungen erhalten wir eine komplette Strangtrennung. Sekundärstrukturen einzelner Stränge werden aber nur unvollständig zerstört (vgl. Sequenzierung).
98°C
Falsch. Diese Temperatur ist jenseits der Schmelztemperatur der DNA. Ausnahmen sind bekannt für Archaebakterien unter hohen Drucken bei heißen Quellen.
UV-Licht bei 260 nm
Richtig. Andernfalls könnten wir keine Schmelzkurven im UV aufnehmen.
1 M NaOH
Falsch. Bei pH 14 fehlen den Basen die Protonen zur Bildung der Wasserstoff-Brückenbindungen und der quasi-aromatischen Strukturen. Dieses wird bei der alkalischen Lyse ausgenutzt.
DNAse A
Falsch. Die DNAse baut die DNA komplett ab. Daher sind hier auch keine Basenpaarungen mehr möglich.