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DNA-Strukturen

C-DNA und D-DNA

Neben den bekanntesten Formen der DNA - also neben A, B und Z - gibt es noch eine Reihe von anderen Formen, die nur teilweise in der DNA aus natürlichen Quellen gefunden wurden. Dabei gehen A-, B-, C- und Z-DNA ineinander über, wenn man die Salzbedingungen und den umgebenden Wasserdampfdruck variiert. Synthetische DNA weist teilweise gegenüber der nativen Form eine erheblich veränderte Struktur auf. Diese ist von besonderem Interesse für die Entwicklung mutagener Substanzen und damit für die Krebsbekämpfung durch Chemotherapeutika.

Nur die D-Form der DNA hat auch eine Bedeutung in natürlich vorkommender DNA. Sie wurde zuerst in DNA mit alternierenden A-T-Basenpaaren gefunden. Dies ähnelt damit dem Phänomen, das im Abschnitt Bending dieser Lerneinheit besprochen wird. Diese DNA-Form hat mit 8 Basenpaaren pro Windung eine deutlich geringere Steigung als die der übrigen.

Ein Beispiel für eine natürlich vorkommende DNA in der D-Form ist die des Bacteriophagen T2, die am C5-Kohlenstoff des Cytidins glycosyliert ist. Man vermutet, dass der Bacteriophage diese Modifizierung durchführt, um den Endonucleasen der Bakterienzelle zu entkommen, die ja ihre eigene DNA durch C5-Methylierung am Cytidin gegen den Angriff der intrazellulären Restriktionsenzyme schützt.

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