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Chemischer Pflanzenschutz

Substanzklassen der Fungizide und ihre Wirkung

Beispiele für organische Fungizide

  • Triazole, z.B. Tebuconazol, Amitrol, Bitertanol, Triadimenol
  • Dithiocarbamate, z.B. Maneb, ein polymerer Mangan-Komplex (-S-C(S)-NH-(CH2)2-NH-C(S)-S-Mn-)
  • Hydroxyanilide, z.B. Fenhexamid (N-(2,3-Dichlor-4-hydroxyphenyl)-1-methylcyclohexancarboxamid)
  • Strobilurin-Derivate, z.B. Trifloxystrobin
  • Spiroketalamine, z.B. Spiroxamin (8-tert-Butyl-1,4-dioxaspiro[4.5]decan-2-ylmethyl(ethyl)(propyl)amin)

Anorganische Fungizide

  • Schwefel-haltige Substanzen, z.B. Calcium-Polysulfide (CaS · Sn, Schwefelkalkbrühe), fein pulverisierter Schwefel (Netzschwefel)
  • Kupfer-haltige Substanzen, z.B. Kupfer(II)-oxychlorid (Grünkupfer, [3 Cu(OH) · CuCl2]), Kupfersodabrühe (Burgunderbrühe)

Triazole sind Stickstoff-Heterocyclen (Azole) mit drei Stickstoff-Atomen im Fünfring. Beispielsweise ist Amitrol, ein 1,2,4-Triazol-Derivat, ein schon 1954 eingeführtes, nicht-selektives, systemisches Unkrautvernichtungsmittel. Ungräser und Unkräuter können semitotal und total bekämpft werden. Ein weiteres Fungizid aus der Gruppe der Triazole ist Tebuconazol. Es findet Anwendung als Spritz- und Beizmittel und wirkt gegen viele pilzliche Krankheitserreger. Tebuconazol hat protektive, kurative und eradikative (d.h. ausrottenâYde) Wirkung. Ein eradikatives Fungizid führt auch nach dem Auftreten von Symptomen noch zu einem Heilungserfolg.

Abb.1
Tebuconazol
Abb.2
1H-1,2,3-Triazol
Abb.3
1H-1,2,4-Triazol
Abb.4
Amitrol

Fenhexamid ist ein protektives, aber begrenzt systemisch wirkendes Blattfungizid: Der Transport des Wirkstoffs ist auf das Innere des Blattes beschränkt. Das Hydroxyanilid-Derivat inhibiert die 3-Keto-Reduktase während der C4-Demethylierung der Sterol-Biosynthese. Auf diese Weise wird die Keimschlauchverlängerung und das Mycelwachstum der Pilze gehemmt.

Der Wirkstoff Trifloxystrobin bekämpft Pilze, indem er die Sporenkeimung und die Entwicklung früher Pilzstadien hemmt.

Spiroxamine sind systemische Wirkstoffe die ebenfalls die Biosynthese der Sterole hemmen.

Abb.5
Fenhexamid
Abb.6
Trifloxystrobin
Abb.7
Spiroxamin
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