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Chemischer Pflanzenschutz

Fungizide

Pilze werden oft vernachlässigt, wenn es um die Bekämpfung von Pflanzenschädlingen geht, obwohl sie einen hohen Anteil an der Verursachung von Infektionskrankheiten bei Pflanzen haben. Pilze werden mit Fungiziden bekämpft (von lat.fungus, "Pilz" und caedere, "töten"). Man unterscheidet drei Arten: Blattfungizide und Bodenfungizide, die beide vorbeugend oder infektionsbekämpfend wirken, sowie Beizmittel.

Blattfungizide werden auf die oberirdischen Pflanzenteile aufgebracht. Sie werden am häufigsten verwendet.

Bodenfungizide werden in den Boden eingebracht und bekämpfen die dort lebenden Pilze.

Beizmittel werden zu Vorbeugung von Pilzerkrankungen eingesetzt.

Typische Pilz-Schädlinge

  • Schleimpilze, z.B. Plasmodiophora brassicae (Erreger der Kohlhérnie), Polymyxa betae (Erreger der Wurzelbärtigkeit)
  • Ascomyceten, z.B. Phytophthora infestans (Kartoffelmehltau), Taphrina spec. (Verursacher von Hexenbesen bei Bäumen), Ophiostoma ulmii (Erreger des Ulmensterbens)
  • Echte Mehltaupilze, z.B. Erysiphe graminis, Claviceps purpurea (Mutterkornpilz), Fusicladium spec. (Apfelschorf, Birnenschorf)
  • Basidiomycetes (Brandpilze), z.B. Ustilago spec. (Erreger der Brandkrankheiten bei Mais, Hafer, Gerste, Weizen), Tilletia caries (Stein- oder Stinkbrand)
  • Rostpilze, z.B. Puccinia graminis (Getreide- oder Schwarzrost)
  • Fungi imperfecti (Einteilung in Systematik der Pilze nicht klar), z.B. Fusarium nivale (Schneeschimmel)
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