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Chemischer Pflanzenschutz

Chemischer Pflanzenschutz

Abb.1
Auch privat sehr beliebt: Pestizidsprays

Industrialisierung und Mechanisierung veränderten die Menschheit in den vergangenen Jahrhunderten zunehmend. Auch in der Landwirtschaft wurden Mechanisierungen eingeführt, die immer höhere Erträge ermöglichen.

Um Aussaat, Pflege und Ernte zu rationalisieren, entstanden auf den Feldern große Monokulturen. Waren vorher einzelne Schädlinge noch vernachlässigbar, so rückte nun das Thema Schädlingsbekämpfung in den Vordergrund. Durch den weltweiten Handel erschienen neben den heimischen neue Schädlinge ohne natürliche Feinde. Um diesen zu entgehen, wurde der chemische Pflanzenschutz entwickelt. Die Wirkstoffe (allgemein Pestizide) werden meist durch Aufsprühen ausgebracht. Daneben wurden Insekten und Unkräuter früher einfach abgesammelt oder ausgerissen. Doch das war bei der großen Anzahl an Schädlingen bald nicht mehr möglich, so dass nur noch das Ausbringen von Chemikalien den erhofften Schutz brachte. Lange Zeit waren daher Großernten synonym mit dem vorbeugenden Einsatz großer Mengen an Chemikalien mit verheerenden Folgen für die Umwelt und die menschliche Gesundheit.

Die bekanntesten Schädlinge sind Insekten, Pilze und Viren. Weniger bekannt sind Nager, Schnecken, Milben und Fadenwürmer, die häufig durch Verbiss die Pflanzenoberfläche öffnen und das Eindringen anderer Schädlinge erlauben. Da es kein Allheilmittel im Pflanzenschutz gibt, muss für jede Schädlingsart ein spezifisches Mittel entwickelt werden - nicht ohne dass dadurch wieder neue Probleme entstehen.

Die Schädlingsbekämpfung findet aber nicht nur auf den Feldern statt. Um zu verhindern, dass die Pflanzen von vornherein von Schädlingen befallen sind, muss auch das Saatgut während der Lagerung vor Infektionen und Fraßschäden geschützt werden.

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