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Pflanzenzucht und biologischer Pflanzenschutz

Die Züchtung von Mais

Abb.1
Mais (Zea mays)

Der Mais wurde nach der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus ab 1493 in Europa eingeführt. Die Ausdehnung der Anbauflächen und der Produktion und damit auch der Züchtung fand in Europa aber erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts statt. Mais gehört zu den ältesten Kulturpflanzen und wird systematisch in die Familie der Gramineae (= Echte Gräser) eingeordnet. Die Verbreitung ging von Mittelamerika aus; heute wird Mais vorwiegend in Asien, Europa, Nord- und Südamerika angebaut. Die Abstammung der Art Zea mays ist nicht geklärt. Eine in Mexiko, Guatemala und Honduras vorkommende Grasart, die Teosinte, ist die dem Mais am nächsten stehende Pflanze. Mais und Teosinte besitzen eine Chromosomenzahl von 2n=20 und lassen sich leicht miteinander kreuzen.

Der Umstand, dass der Kulturmais unfähig ist, sich ohne Unterstützung durch den Menschen, fortzupflanzen, weist daraufhin, dass schon früh in die Entwicklung der Kulturpflanze eingegriffen wurde. Innerhalb von 7.000 Jahren entstand aus einer Wildform der heutige Mais. Die Kultivierung begann durch die Indianer Mittelamerikas. Es sind durch die Züchtung schon viele Varianten in Größe, Färbung, Kältetoleranz und Frühreife entstanden.

Mais ist eines der wichtigsten Anbauprodukte für die Ernährung der Weltbevölkerung überhaupt. Er findet Verwendung als direktes Nahrungsmittel (in Entwicklungsländern), als Maismehl in Teigprodukten, als Viehfutter (v.a. in Europa) und als Industrierohstoff (Stärke, Öl).

Durch die Methoden der klassischen Züchtung wird weiterhin versucht, den Ertrag der Pflanze zu erhöhen und Frühreife, Standfestigkeit oder Kältetoleranz zu erreichen. Außerdem soll die Eiweißzusammensetzung verbessert werden, um die mangelhafte Ernährung in den Entwicklungsländern auszugleichen.

Abb.2
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