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Bausteine der Nucleinsäuren

Die Zuckerkomponente

Abb.1
D-Ribose (rot-grau) bildet den zentralen Baustein in der ATP

Zucker, auch als Saccharide bezeichnet (aus griech. σακχαρoν "Zucker"), sind Carbonylderivate mehrwertiger Alkohole. Nach Fischer werden sie in eine D- und eine L-Reihe eingeteilt, gemäß ihrer Eigenschaft, in Lösung polarisiertes Licht zu drehen. Die Ribose wie auch die Desoxyribose, werden als Aldosen bezeichnet, da sie neben den OH-Gruppen noch eine Aldehydfunktion enthalten. Die Ringgröße in der Halbacetalform und die Konfiguration am anomeren C1-Atom legen die korrekte Bezeichnung fest. Die Zuckerkomponente der Nucleotide ist entscheidend für die Strukturänderungen der Polynucleotide, siehe Abschnitt Ringkonformation.

Die im ATP vorkommende Form der Ribose wird vollständig als β-D-Ribofuranose bezeichnet. Die Desoxyribose, die man in der DNA findet, unterscheidet sich von der Ribose lediglich durch das Fehlen der Hydroxy-Gruppe am C-2´-Atom.

Hinweis
Allgemein kennzeichnet man Desoxyzucker durch ein vorangestelltes "d", wie in dATP. Umgekehrt wird das "r" weggelassen, wenn man von rATP spricht. Nur wenn man betonen will, dass es sich ausnahmsweise um das Ribose-Derivat handelt, wird die Abkürzung "r" benutzt. Bestes Beispiel ist rTTP, weil ribo-Thymidin nur in der tRNA vorkommt.
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