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Klonierung

Saccharomyces cerevisiae als Wirtssystem

Der in der Gentechnik meist verwendete eukaryontische Mikroorganismus ist die Bäcker- oder Bierhefe Saccharomyces cerevisiae. Dieser einzellige Organismus verfügt über ein natürliches Plasmid (das so genannte 2 µm-Plasmid), das als endogenes Expressions- und Vektorsystem gut geeignet ist. S. cerevisiae kann fast alle posttranslationalen Modifikationen ausführen und sezerniert die heterologen Proteine in das Medium. Zahlreiche Proteine, die mit S. cerevisiae hergestellt werden, dienen als Impfstoffe, Pharmazeutika oder Diagnostika. Die Expressionseffizienz dieses Systems ist allerdings im Vergleich zu Escherichia coli relativ niedrig.

Die Entwicklung von so genannten YAC-Vektoren (yeast artificial chromosome) als künstliche Chromosomen bei S. cerevisiae ermöglicht die Klonierung auch großer Segmente, die dann in vivo gezielt mutiert werden können.

Daneben kommt weiteren Pilzen eine wichtige Bedeutung in der Gentechnologie zu, wie z.B. Penicillium chrysogenum, der als Produzent von Antibiotika Einzug in die Biotechnologie gehalten hat.

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