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Klonierung

Eukaryontische Wirtssysteme

Hinweis
Die meisten eukaryontischen Gene können in prokaryontischen Wirtszellen nicht exprimiert werden, da der genetische Apparat sich zu sehr unterscheidet und prokaryontischen Zellen nicht die für eukaryontische Protein notwendige posttranslationalen Modifikation katalysieren kann.

Die Herstellung von eukaryontischen rekombinanten Proteinen erfolgt zumeist in Zellkulturen der Brot- und Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae oder in tierischen Zellkulturen, da auch in der Hefe nicht alle posttranslationalen Proteinmodifikation durchgeführt werden können.

Gute Erfolge wurden auch bei ersten Projekten zur Herstellung rekombinanter Proteine in transgenen Tieren wie Mäusen, Schafen und Schweinen erzielt. Die Milch von transgenen Schafen lieferte dabei pro Liter wesentlich mehr rekombinantes Protein als eine Zellkultur.

Zur Untersuchung der Regulation und Expression eukaryontischer Gene wird mit vielen verschiedenen Organismen gearbeitet. Paradebeispiele für die Erforschung der Embryonalentwicklung sind die Schwarzbäuchige Taufliege Drosophila melanogaster, der Nematode Caenorhabditis elegans und der Kreuzblütler Arabidopsis thaliana. Die Genome dieser Organismen sind vollständig sequenziert. Daneben wird an Mäusen und deren embryonalen Stammzellen geforscht, um Rückschlüsse auf die menschliche Embryonalentwicklung und die Entstehung verschiedener Krankheiten wie z.B Alzheimer ziehen zu können.

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