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Bakteriengentechnik

Sicherheitsmaßnahmen

Hinweis
Jeder Anwender einer Technologie hat sich mit deren Auswirkungen auf die Umwelt zu befassen.

Diese Einflüsse können im Prinzip positiver oder aber auch negativer Natur sein. Daher wurden schon bald nach Beginn der Sicherheitsdiskussion um die Gentechnologie biologische und physikalische Kriterien für den sicheren Umgang mit Mikroorganismen, die rekombinierter DNA enthalten, vorgeschlagen. Die Maßnahmen sollen sicherstellen, dass weder die Wissenschaftler noch die unbeteiligte Umgebung gefährdet werden.

Die Klassifizierung von Experimenten wird zunächst von den beteiligten Wissenschaftlern selbst vorgenommen und anschließend, wenn bestimmte Risiken vorliegen, von der Zentralen Kommission für die biologische Sicherheit (ZKBS) überprüft.

Diese Kommission setzt sich aus 15 unabhängigen Mitgliedern (zehn Wissenschaftler aus dem Bereichen der Gentechnik sowie fünf sachkundige Personen aus gesellschaftlichen Organisationen) zusammen. Die Kommission hat die Aufgabe, sicherheitsrelevante Fragen zu prüfen und zu bewerten, Empfehlungen abzugeben und die Behörden zu beraten. Sie wurde im Rahmen des Gentechnikgesetzes einberufen.

Das Gentechnikgesetz ist am 01.07.1990 in Kraft getreten und umfasst sowohl einen Schutz- als auch einen Förderzweck. Es will einerseits Menschen und Umwelt vor möglichen Gefahren schützen und entsprechende Vorsorge treffen, andererseits bietet es den rechtlichen Rahmen für die Erforschung, Entwicklung, Nutzung und Förderung des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts auf diesem Gebiet.

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