zum Directory-modus

Einführung in die Kinetik II (Katalyse)

Michaelis-Menten-Mechanismus

Die Wirkung eines Enzyms E auf ein Substrat S kann mithilfe des folgenden Schemas beschrieben werden:

S+ E k-1k1 ES k2 P+ E

ES ist dabei der sogenannte Michaelis-Menten-Komplex (Michaelis-Menten-Gleichung):

In einem vorgelagerten Gleichgewicht entsteht ein Enzym-Substrat-Komplex ES, der im geschwindigkeitsbestimmenden Schritt zum Endprodukt weiterreagiert, wobei das Enzym wieder freigesetzt wird (Enzymkatalyse).

Die Geschwindigkeitskonstanten dieses komplizierten Gleichgewichts fasst man zur Michaelis-Menten-Konstanten K m zusammen.

K m = k 1 + k 2 k 1

Herleitung 1

Die Reaktionsgeschwindigkeit, die zum Produkt führt, wird durch die sogenannte Michaelis-Menten-Gleichung beschrieben:

v = v max [ S ] K m + [ S ]

Herleitung 2

Anhand der Michaelis-Menten-Gleichung lassen sich zwei Grenzfälle für die Anfangsgeschwindigkeit unterscheiden.

v = v max = k 2 [ E ] 0 = k ' wenn K m < < [ S ]

Die Reaktion verläuft wie eine Reaktion 0. Ordnung.

v = v max [ S ] K m = k ' ' [ S ] wenn K m > > [ S ]

Die Reaktion verläuft wie eine Reaktion 1. Ordnung.

Seite 5 von 18