zum Directory-modus

Einführung in die Kinetik I (Reaktionskinetik)

Einführung

Reaktionen spielen in der Chemie eine große Rolle (Redox-Reaktionen). Auch an den meisten Lebensprozessen sind chemische Reaktionen beteiligt (Hemmung von Enzymen). Die Geschwindigkeit einer Reaktion hängt von den Konzentrationen der Reaktionspartner und der Temperatur ab und wird häufig vom Mechanismus bestimmt (Stoßtheorie). Da von diesen Abhängigkeiten manchmal auch der Reaktionsverlauf selbst beeinflusst werden kann (Iod-Uhr-Reaktion), spielt die Untersuchung von chemischen, biochemischen und biologischen Reaktionen eine große Rolle in der Forschung, aber auch in der industriellen Anwendung.

Abb.1
Thermit®-Reaktion
Abb.2
Kompetitive Hemmung eines Enzyms

Bei einer kinetischen Untersuchung muss also sowohl der Reaktionsverlauf (der Reaktionsmechanismus), als auch die Abhängigkeit der Reaktionsgeschwindigkeit von den verschiedenen Einflussgrößen wie Konzentration der Reaktionspartner und Temperatur, untersucht werden. Die Reaktionskinetik erlaubt uns, die für kontrollierte chemische Prozesse notwendigen Grundlagen zu ermitteln, um gezielt zu den gewünschten Produkten zu kommen, den Prozessablauf zu optimieren und die Gefährdung zu minimieren. Im Fall von biologischen Systemen ermöglicht sie uns, bestimmte Reaktionswege (Reaktionskanäle) zu verstehen und damit Einblicke in den Ablauf der Lebensvorgänge zu gewinnen.

Abb.3
Bimolekulare Reaktion in der Gasphase z.B. Bildung von HI aus den Elementen
Abb.4
Oszillierende Ioduhr
<Seite 1 von 6