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Einführung in die Kinetik III (Biokatalyse)

Kinetik allosterischer Enzyme

Bei vielen Enzymreaktionen, wie bei der Phosphofructokinase und bei bestimmten Multienzymkomplexen, werden Reaktionsverläufe beobachtet, die nicht durch die Steady-state-Kinetik zu erklären sind. Bei diesen Enzymen startet die Reaktion nicht mit einer linearen Reaktionsgeschwindigkeit, sondern zeichnet sich zunächst durch eine Verzögerung des Reaktionsablaufes aus. Nach einer Verzögerungszeit setzt dann die Reaktion ein und steigert sich bis zum linearen Steady-State-Bereich, wonach sie aufgrund der Substraterschöpfung wieder abflacht. Solche Enzyme werden als hysteretische Enzyme bezeichnet.

Abb.1
Reaktionsgeschwindigkeit einer hysteretischen im Gegensatz zu der einer normalen Reaktion

Physiologisch hat eine Hysterese eine dämpfende Wirkung, da kurzzeitige Substratänderungen nicht sofort mit einer Enzymreaktion beantwortet werden.

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