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Chemie für Mediziner: Vitamine und Coenzyme

Vitamin B2: Riboflavin (Lactoflavin)

Schleimhaut-Läsionen, besonders auf der Zunge, sind häufig Symptome einer Avitaminose. Man nahm zunächst das Fehlen eines Vitamins B2 an. Später stellte sich heraus, dass die Ursachen komplexer sind, es also mehrere B2-Vitamine geben muss. Diese Substanzen fasste man zum "Vitamin B2-Komplex" zusammen, zu dem man Riboflavin, Nicotinsäureamid, Pantothensäure und Folsäure zählt. Heute bezeichnet man als Vitamin B2 im engeren Sinne nur das Riboflavin.

Abb.1
Riboflavin (Vitamin B2)

Riboflavin ist in den meisten Nahrungsmitteln enthalten. Besonders vitaminreich sind Milch (daher der alte Name Lactoflavin), Pilze, Nüsse und Leber. Getreidekörner sind vitaminarm, erst bei der Keimung wird Riboflavin gebildet.

Riboflavin wird zur Bildung der Coenzyme FMN (Flavin-Mononucleotid) und FAD (Flavin-Adenin-Dinucleotid) benötigt, die als prosthetische Gruppen an Wasserstoff-übertragenden Enzymen ("Flavo-Proteine") gebunden sind.

Ein Riboflavin-Mangel ist in Europa sehr selten. In einigen tropischen Gebieten tritt die Ariboflavinose auf.

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