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Chemie für Mediziner: Redox-Reaktionen

Redox-Reaktionen: Zusammenfassung

Bei Redox-Reaktionen werden zwischen den Reaktionspartnern Elektronen ausgetauscht. Das Reduktionsmittel gibt Elektronen ab, das Oxidationsmittel nimmt sie auf. Bei Redox-Reaktionen ändern sich die Oxidationszahlen mindestens eines Atoms des Reduktions- und eines Atoms des Oxidationsmittels.

Redox-Prozesse sind reversibel. Sie können zwischen Festkörpern, in Schmelzen, in der Gasphase oder in Lösungen ablaufen.

Taucht ein Metall in eine Salzlösung dieses Metalls, erhält man eine Halbzelle. An der Oberfläche des Metalls laufen Redox-Prozesse ab. Zwischen zwei durch eine Salzbrücke verbundenen Halbzellen kann eine Spannung gemessen werden. Wird die Spannung zwischen einer Halbzelle und der Standardwasserstoff-Elektrode gemessen, erhält man das Standardpotenzial der Zelle. Werden die Redox-Systeme nach steigenden Standardpotenzialen geordnet, ergibt sich die Spannungsreihe. Metalle mit negativen Potenzialen bezeichnet man als unedel, solche mit positivem Potenzial als edel. Unedle Metalle reagieren mit verdünnten Säuren unter Bildung von Wasserstoff.

Die Halbzellen-Potenziale sind konzentrationsabhängig. Die Standardpotenziale () werden mit einmolaren Lösungen gemessen. Potenziale bei anderen Konzentrationen können mit Hilfe der Nernst'schen Gleichung berechnet werden.

E = E 0 + 0,06 V z log ( [ Ox ] [ Red ] )

 

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