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Chemie für Mediziner: Redox-Reaktionen

Redox-Reaktionen

Da Elektronen nicht frei existieren können, sind Oxidations- und Reduktionsprozesse stets miteinander gekoppelt. Eine Redox-Reaktion (hier als Beispiel die Bildung von Zinksulfid aus den Elementen) kann in zwei Teilreaktionen, die Oxidation und die Reduktion, aufgespalten werden.

Zn+ S ZnS Zn Zn2++ 2e Oxidation S+ 2e S2 Reduktion

Bei dieser Reaktion gibt Zink Elektronen ab, Zink wird oxidiert. Schwefel nimmt Elektronen auf, er wird reduziert.

Den Elektronenlieferant (Elektronendonor, hier Zink) bezeichnet man als Reduktionsmittel, die Elektronen aufnehmende Substanz (Elektronenakzeptor, hier Schwefel) als Oxidationsmittel.

Abb.1

Besonders spektakulär ist die Redox-Reaktion zwischen Eisen(III)oxid und Aluminium (Thermit®-Reaktion). Die Reaktion ist stark exotherm, die Temperaturen werden so hoch, dass flüssiges Eisen entsteht. Das Verfahren wird unter anderem zum Verschweißen von Eisenbahnschienen verwendet.

Fe2O3+ 2Al Al2O3+ 2Fe
Abb.2
Thermit®-Reaktion
Abb.3
Knallgas-Reaktion
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