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Chemie für Mediziner: Heterogene Gleichgewichte

Osmotischer Druck des Blutplasmas

Der osmotische Druck des Blutplasmas entspricht dem einer 0,9 %igen Kochsalz-Lösung (physiologische Kochsalz-Lösung).

Abb.1
Erythrocyten
C. E. Mortimer: »Chemie«
Stuttgart: Thieme, 1996 (6. Aufl.), S. 211
© Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 1996

Berechnung des osmotischen Drucks: (bei 25 °C) 0,9 % NaCl = 9 g NaCl in 1.000 mL Wasser = 9 g/L Zur Berechnung wird die Molarität [NaCl] benötigt: Molare Masse M(NaCl) = 58,5 g/mol Stoffmenge n(NaCl) = m(NaCl) / M(NaCl) = 9 g / 58,5 g/mol = 0,154 mol [NaCl] = 0,154 molL-1

Zur Berechnung des osmotischen Drucks wird statt des theoretischen Faktors z = 2 (NaClNa+ + Cl = 2 Teilchen) ein empirisch bestimmter Korrekturfaktor = 1,86 verwendet:

p o s m = [NaCl] · 24,5 bar/mol · Korrekturfaktor

p o s m = 0,154 mol · 24,5 bar/mol · 1,86 = 7,2 bar

Eine Lösung mit diesem osmotischen Druck nennt man isotonisch. Bringt man Erythrocyten (oder andere Zellen) in eine hypotonische Lösung (Lösung mit einem geringeren osmotischen Druck), z.B. destilliertes Wasser, diffundiert Wasser in die Zellen ein. Das Zellvolumen nimmt zu, die Zellen können sogar platzen. Ist die umgebende Lösung hypertonisch, z.B. eine 10 %ige Kochsalz-Lösung, diffundiert Wasser aus der Zelle heraus. Das Zellvolumen nimmt ab, die Erythrocyten nehmen eine stachlige Gestalt an.

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