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Chemie für Mediziner: Heterogene Gleichgewichte

Festkörper

Im festen Aggregatzustand ist die kinetische Energie der Teilchen am niedrigsten und der Ordnungsgrad am höchsten. Die Teilchen werden durch ihre Anziehungskräfte in ihrer Ruheposition fixiert, was dazu führt, dass Festkörper ein definiertes Volumen und eine definierte Form besitzen. Festkörper selbst können anhand des Ordnungsgrades in kristalline und amorphe Festkörper unterschieden werden. Im ersten Fall sind die Teilchen (Atome, Moleküle oder Ionen) in einem sich wiederholenden, dreidimensionalen Muster, dem Kristallgitter, angeordnet. In einigen Fällen spiegelt sich die Anordnung der Teilchen in der äußeren Form des Kristalls wider, z.B. im Kochsalz NaCl.

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Abb.1
Kubischer NaCl-Kristall
Abb.2
NaCl-Kristallgitter

In amorphen Festkörpern besteht nur noch eine Nahordnung aber keine Fernordnung mehr. Beispiele amorpher Festkörper sind Glas, Gummi oder Leim. Von der Anordnung der Teilchen her ähneln amorphe Festkörper daher den Flüssigkeiten. Man kann sie als unterkühlte Flüssigkeiten mit extrem hoher Viskosität betrachten.

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