Die Wilsonsche Krankheit beruht auf einem genetisch bedingten Mangel
(autosomal-rezessiv vererbt) an Caeruloplasmin (einem
Kupfer-Transportprotein). Dadurch ist die Kupferausscheidung über die Gallenwege
gestört. Kupfer (proteingebundenes
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| Abb.1Kupferablagerungen in der Leber Bildquelle: Morbus Wilson e.V. |
Aufgrund der Symptome läßt sich die Wilsonsche Krankheit in zwei Kategorien unterteilen:
dem juvenilen Typ, der zwischen dem 5. und 15. Lebensjahr auftritt und sich vor allem durch Leberschäden bemerkbar macht, sowie
der sich meist nach dem 20. Lebensjahr manifestierenden Erwachsenenform, bei der neurologische Symptome (Sprach- und Schreibstörungen, Tremor (Zittern der Gliedmasse), motorische Störungen) vorherrschen. Zuweilen kommt es auch zu psychischen Veränderungen.
Ein charakteristisches Symptom für Morbus Wilson ist das Auftreten eines hell-olivgrünen oder bräunlichen dünnen Ringes in der peripheren Descemet-Membran der Cornea (Hornhaut des Auges). Diese durch Kupfer-Ionen-Einlagerungen verursachte Verfärbung wird als Kayser-Fleischer-Kornealring bezeichnet.
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| Abb.2Kayser-Fleischer-Kornealring Bildquelle: Morbus Wilson e.V. |
Ziel der Behandlung ist die Ausschwemmung von Kupfer-Ionen, verbunden mit einer
Reduktion der Kupfer-Ionen-Zufuhr. Dazu werden Komplexbildner oral gegeben, die
gebildeten Kupfer-Komplexe können dann mit dem Urin ausgeschieden werden. Meist kommt
D-Penicillamin
zum Einsatz. Bei Unverträglichkeit gegen Penicillamin kann auch
Trientine
(Triethylendiamin dihydrochlorid) oder
Ammonium-Tetrathiomolybdat verwendet werden, die Wirkung
dieser Komplexbildner ist jedoch geringer. Da diese Medikamente auch die Ausscheidung
anderer Schwermetallionen (z.B. Cobalt, Nickel, Zink) begünstigt, müssen diese
Spurenelemente während der Therapie zusätzlich aufgenommen werden.Stark
kupferhaltige Lebensmittel sind zu meiden. Zu diesen zählen Innereien, Nüsse, Pilze,
Vollkornprodukte, Kakao und Schokolade sowie Meeresfrüchte. Die Speisen dürfen nicht
in Kupfertöpfen zubereitet werden, der Kupfergehalt des Trinkwassers soll 0.1