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Chemie für Mediziner: Metallkomplexe

Koordinative Bindung

Abb.1

Bei Metallkomplexen tritt ein neuer Bindungstyp auf: die koordinative Bindung.

Bei der Ausbildung einer kovalenten Bindung steuert jeder Bindungspartner ein Elektron zum Bindungs-Elektronenpaar bei. Für die koordinative Bindung werden beide Elektronen von einem Bindungspartner geliefert. Zu koordinativen Bindungen kommt es daher nur, wenn ein Partner ein freies Elektronenpaar besitzt und der andere Partner eine "Elektronenlücke" aufweist. Die freien Elektronen fließen in die Elektronenlücke, die koordinative Bindung wird dadurch geknüpft.

Die Grafik zeigt als Beispiel für die Ausbildung einer koordinativen Bindung die Reaktion von Bortrifluorid mit Ammoniak.

Auch die Protonierung von Wasser oder Ammoniak läuft unter Bildung einer koordinativen Bindung ab:

H++ H2O H3O+
H++ NH3 NH4+
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