Eigenschaften von Komplexen

Abb.1

Das Foto zeigt die Bildung des Eisen(III)thiocyanato-Komplexes. In der gelben FeCl3-Lösung liegen [Fe(H2O)6]3+-Komplexe vor. (1) Bei der Zugabe von KSCN färbt sich die Lösung tiefrot. (2)

[Fe(H2O)6]3+ + 3 SCN [Fe(H2O)3(SCN)3] + 3 H2O

Der entstehende neutrale Komplex ist auch in einigen organischen Lösungsmitteln, hier z.B. Amylalkohol, löslich. (3) Dies gilt nicht für die [Fe(H2O)6]3+-Kationen. Amylalkohol ist leichter als Wasser, die dunkelrote organische Phase befindet sich über der jetzt nur noch wenig gefärbten wässrigen Phase.

Bei der Komplexbildung bzw. dem Ligandenaustausch ändern sich also physikalische und chemische Eigenschaften, z.B.:

  • Farbe

  • Löslichkeit

  • Redox-Potential

Die Änderung der Lösungseigenschaften bei der Komplexierung wird auch in der Medizin angewandt. Auf die Verwendung von EDTA und anderen Komplexbildnern bei Schwermetallvergiftungen wurde bereits hingewiesen. Die Wilsonsche Krankheit beruht auf einer Störung des Kupfer-Stoffwechsels. Bei dieser Krankheit wird mit dem Komplexbildner Penicillamin therapiert.

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