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Chemie für Mediziner: Carbonyl-Verbindungen

Fettverseifung

Wie alle Ester, können auch Fette durch Laugen gespalten werden. Der Vorgang ist irreversibel, es entstehen Glycerol und Salze der Fettsäuren. Diese Salze wirken als Seifen, die Reaktion nennt man daher Verseifung. (Auch die basische Hydrolyse anderer Ester wird oft als Verseifung bezeichnet.)

Abb.1
Abb.2
Micelle

Seife ist in Wasser löslich. Es bilden sich dabei Micellen aus: kugelförmige Zusammenlagerungen, bei denen die unpolaren Kohlenwasserstoffketten der Fettsäure-Moleküle nach innen weisen, die geladenen Carboxylat-Gruppen nach außen in das wässrige Medium.

Abb.3
Ausfällen von Fettsäuren

Wird zu einer Seifenlösung eine Säure gegeben, werden die Carboxylat-Gruppen protoniert. Es entstehen die freien Fettsäuren. Diese sind in Wasser nicht löslich, die Fettsäuren fallen aus.

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