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Einführung in die Chemoinformatik

Motivation: Informationsflut

Die steigende Datenflut in der Chemie (neue Verbindungen und deren Charakterisierung, Messdaten, Berechnungen, Literatur) erfordert einen schnellen, sicheren und effektiven Umgang mit der Materie ”Information”.

Abb.1
Anzahl der in Chemical Abstracts Service (CAS) veröffentlichten Verbindungen seit 1965

Wie aus der Grafik ersichtlich ist, existieren in der Chemie bis 2002 ca. 40 Millionen Verbindungen. Jährlich kommen ca. 600.000 Veröffentlichungen mit über 1.000.000 neuen Verbindungen hinzu. Das würde heißen, dass ein Chemiker, der sich über den Inhalt aller chemischen Veröffentlichungen informieren möchte, nur ca. eine Minute am Tag für eine Veröffentlichung zur Verfügung hätte. Allgemeiner Schätzung zufolge, verdoppelt sich das gesamte menschliche Wissen etwa alle 5 Jahre.

Abb.2
Anzahl der in CAS veröffentlichten Publikationen seit 1907

Die Naturwissenschaften stehen somit vor der Herausforderung, immer mehr Information zu sammeln und zugänglich zu machen. Parallel dazu wird aber die Auswertung dieser Information komplexer, zeitintensiver und damit auch kostenintensiver. Der Computer als Hilfsmittel erlaubt mit seinen Informations-Technologien schon vorhandene bzw. zukünftige Daten in Datenbanken zu verwalten. Dabei werden durch schnelle Rechenoperationen große Datenmengen beherrschbar und deren grafische Aufbereitung ist effizient möglich.

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